Das sagt der/die Veranstalter:in:
Ein Musiktheater in Körpersprache
„Hidden Heartache“ befragt musikalische Wahrnehmung aus nicht-hörender Perspektive und rückt damit den Ursprung von Bewegung ins Zentrum. Zwischen Konzertflügel und tanzendem Körper, zwischen Vibration und Geste ereignet sich Klang nicht nur in der Luft, sondern auch durch schwingende Körper. Zwei Taube* und zwei hörende Performer*innen entwickeln in ihrer Bewegung ein Geflecht visueller Rhythmen. Musik und Tanz stehen dabei in einem fortlaufenden Prozess gegenseitiger Formung und Neuausrichtung. Wann wird aus Tanz Musik und wann wird Musik zu Tanz?
Die Produktion des Kollektivs ox&öl in Kollaboration mit der Choreografin Lee Méir, nutzt Körperschallwandler, um Musik physisch erlebbar zu machen. Die Kompositionen von Ailís Ní Ríain und Julie Herndon – aus Tauber wie hörender kompositorischer Perspektive heraus entwickelt – entfalten sich durch die Bewegungen der Körper. „Hidden Heartache“ entwirft einen gemeinsamen Erfahrungsraum, in dem Hören als körperliche Erfahrung erscheint und sich Musik als Choreografie von Resonanz zeigt.
* „Taub“ (bei Verschriftlichung mit großem Anfangsbuchstabe) ist die in Deutschland gebräuchliche positive Selbstbezeichnung nicht hörender Menschen – unabhängig davon ob sie gehörlos, resthörig oder schwerhörig sind
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