J. S. Bach: BWV 199 «Mein Herze schwimmt im Blut» (1714)
J. S. Bach: BWV 57 «Selig ist der Mann, der die Anfechtung duldet» (1725)
J. S. Bach/Rudolf Lutz: «Willkommen, wertes Heil» (1724/1731/2026), Deutsche Erstaufführung
Julia Doyle, Sopran
Matthias Helm, Bass
Kammerensemble der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen
Leitung, Cembalo und Moderation: Rudolf Lutz
Die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen, Preisträgerin der Bach-Medaille 2026, musiziert unter der Leitung des international gefragten Musikers Rudolf Lutz erstmals im Berliner Dom. Das Konzert findet im Rahmen einer Tournee mit weiteren Stationen in Wien und Zürich statt.
Johann Sebastian Bachs ausdrucksstarke Solo- und Dialogkantaten zählen zu den Glanzstücken seines kirchenmusikalischen Schaffens. Die fein instrumentierten Werke des Tournee-Programms, vertont nach Texten des Darmstädter Hofbibliothekars Georg Christian Lehms, kreisen um Trost und Hoff-nung inmitten von Leid und innerer Prüfung. Die Soprankantate «Mein Herze schwimmt im Blut» BWV 199 zeichnet eine berührende Reise durch die menschliche Gefühlswelt, geprägt vom Leiden an der eigenen Unvollkommenheit und von der Suche nach einem gnädigen Gott. Auch die Kantate «Selig ist der Mann, der die Anfechtung duldet» BWV 57, ein Herzensgespräch zwischen der gläubigen Seele und dem tröstenden Heiland, folgt den Stufen innerer Erkenntnis und aufrichtiger Selbstannahme.
Deutsche Erstaufführung
Ergänzt wird das Programm durch die neue Basskantate «Willkommen, wertes Heil», die auf Arien Johann Sebastian Bachs aus den Kantaten BWV 36, 66 und 73 basiert. Neue Rezitative des Librettisten Anselm Hartinger und des Komponisten Rudolf Lutz verbinden die Arien zu einem stimmigen dramaturgischen Bogen, der sich an der biblischen Figur des seligen Simeon und den Lesungen des Festes Maria Reinigung orientiert. Angelehnt an Bachs Parodieverfahren entsteht so ein Werk, das den Geist Bachs lebendig weiterführt und dessen seltene Bass-Solokantaten um einen klangschönen und tiefgründigen zeitgenössischen Beitrag bereichert.
Höchste Anerkennung im Jubiläumsjahr
2026 markiert das 20-jährige Bestehen der J. S. Bach-Stiftung, die sich der Aufführung und Einspielung des gesamten Vokalwerks Johann Sebastian Bachs widmet und ihre Aufnahmen in Bild und Ton kostenfrei online zugänglich macht. Mit der Verleihung der Bach-Medaille der Stadt Leipzig erfährt sie im Jubiläumsjahr eine herausragende Würdigung ihrer nachhaltigen und wegweisenden Vermittlungsarbeit. Die traditionsreiche Auszeichnung wird erstmals an eine Institution vergeben und geht erstmals in die Schweiz.
Preisinformation:
50% Rabatt für Kinder, Auszubildende und Studierende sowie Menschen mit Sozialticket bei Ticketerwerb ausschließlich im Berliner Dom
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