Georges Paul - Saxophone
Christopher Dell - Objekte, Vibraphon
Georges Paul und Christopher Dell setzen im Rahmen dieser Zusammenarbeit Musik als Vermittlungsinstanz ein, in der Raum und Zeit nicht nur Rahmenbedingungen, sondern aktive Parameter der Erkenntnis sind. Klang fungiert dabei als Medium, durch das sich Wahrnehmung organisiert und Realität in ihrer Prozesshaftigkeit erfahrbar wird.
Im Zentrum steht eine prozessbasierte Praxis, die musikalische Form nicht als festes Resultat, sondern als kontinuierliche Hervorbringung begreift. Ereignisse entfalten sich relational im Zusammenspiel von Dauer, Dichte und räumlicher Verortung und erzeugen temporäre Ordnungen, die sich fortlaufend verschieben. Das Hören wird dabei selbst zum epistemischen Akt: als situatives Erfassen von Differenzen, Übergängen und Transformationen.
Das Konzert erscheint als offenes Versuchsfeld, in dem sich ästhetische und erkenntnistheoretische Fragen überlagern. Musik wird so zu einer Methode, die Bedingungen von Realität nicht abzubilden, sondern im Vollzug ihrer Prozesse hervorzubringen und zur Disposition zu stellen.
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