„Like Lovers Do“, geschrieben von Sivan Ben Yishai, ist eine radikale und zutiefst poetische Auseinandersetzung mit den Abgründen der romantischen Liebe. Ben Yishai seziert die Sprache, die Bilder und die Versprechen, mit denen wir uns einander annähern. Sie legt gnadenlos offen, wie sehr diese von Kontrolle, gesellschaftlichen Erwartungen und Besitzdenken durchzogen sind. Was als Suche nach Nähe beginnt, entpuppt sich oft als Geflecht aus Macht und Gewalt. Das Stück bewegt sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Begehren und Zerstören, zwischen Sehnsucht und der harten Realität patriarchaler Strukturen.
Erlebe einen Sprachraum, der in schnellen, oft fragmentierten Szenen die Grenzen zwischen Nähe und Abstoßung auslotet: Hier bemühen sich die Figuren unaufhörlich, zueinander durch zu dringen, und stoßen doch immer wieder an die ihnen auferlegten Rollen. Dabei wird die private Liebesbeziehung zum scharfen Spiegel größerer Gewaltstrukturen: zwischen den Geschlechtern, den Körpern und den Ideologien unserer Zeit. Wer bereit ist für Theater, das nicht beruhigt, sondern provoziert, schmerzt und lange nachhallt, wird von dieser Untersuchung der modernen Romantik gepackt werden.
Sivan Ben Yishai gehört zu den meistgespielten und radikalsten Dramatikerinnen der Gegenwart. Ihre Texte sind bekannt für ihre rhythmische Wucht und ihre unnachgiebige politische Haltung. „Like Lovers Do“ ist ein furiose Abrechnung mit Mythen und Verhältnissen, die uns bis heute prägen.
Neben Lautstärke und Stroboskoplicht sollte bedacht werden, dass die Inszenierung sexualisierte Gewalt und Missbrauch behandelt, sowie explizite Sprache und Nacktheit beinhaltet. Es ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet. Außerdem wird (Kunst-)Blut im Stück verwendet.
(Textrechte Suhrkamp Theatertext)
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