FOTO: © Lukas Rietzschel © Alexandra Polina // Helga Schubert © Eddy Zimmermann / Rabauke Filmproduktion

Literaturfest: »IM OSTEN NICHTS NEUES?« HELGA SCHUBERT, LUKAS RIETZSCHEL

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Zwei große literarische Stimmen der Gegenwart öffnen unseren Blick. »Mit meinen Erzählungen wollte ich mich meiner Welt vergewissern«, so Helga Schubert. Lukas Rietzschel, Literatur-Star der jüngeren Generation, ergänzt mit seiner Perspektive.

Eine junge Frau spaziert nach der Arbeit durch Ost-Berlin. Eine Autorin wartet in Moskau darauf, die berühmte Primaballerina Galina Ulanowa treffen zu dürfen. Ein Kind atmet zum ersten Mal, eine Großmutter stirbt. In ihrem neuen Band »Luft zum Leben« (dtv) hat Helga Schubert Erzählungen aus sieben Jahrzehnten zusammengestellt, viele davon erstmals veröffentlicht. Lakonisch und beobachtungsstark dokumentieren sie den Alltag in der DDR damals und heute, erzählen von Diktatur und innerer Freiheit.

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in der Oberlausitz, erzählt in seinem neuen Roman »Sanditz« (dtv) vom Leben in einem ostdeutschen Dorf, das durch politische Umbrüche, familiäre Konflikte und soziale Spannungen geprägt wird. Er porträtiert eine verunsicherte Generation, die zwischen Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Abwanderung und Perspektivlosigkeit nach Halt sucht, und erlebt, wie globale Krisen den dörflichen Alltag und private Beziehungen nachhaltig verändern.

Zwei Generationen ostdeutscher Erfahrungen, zwei prägnante literarische Stimmen: Helga Schubert und Lukas Rietzschel sprechen darüber, wie Freiheit und Demokratie neu verhandelt werden müssen.

Location

Literaturhaus München Salvatorplatz 1 80333 München
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