Performance | Von Wang Chong | Themenreihe TIPPING POINTS
“Made in China 2.0” ist eine bewegende Soloperformance des chinesischen Regisseurs Wang Chong über Scheitern, Abschiednehmen und Generationskonflikte. Nachdem das Stück 2025 im Rahmen des Forums beim Berliner Theatertreffen präsentiert wurde, bringt Wang Chong es nun ans FWT in Köln.
Ein bitterer Karriereknick, ausgelöst durch eine gefährliche Entscheidung, bringt verschwiegene Familiengeheimnisse aus der tiefen Vergangenheit ans Licht. Mit humorvoller Zuspitzung und schonungsloser Direktheit zeigt das Stück, wie die mühsam austarierte Existenz eines Individuums plötzlich durch unerwartete Faktoren aus dem Gleichgewicht gerät – und endgültig kippen kann.
“Made in China 2.0” führt durch multiperspektivisches Erzählen und Referenzen der Internetkultur das Publikum geschickt an ferne, komplexe Lebensrealitäten heran. Daraus entsteht eine mitreißende, hoffnungsvolle Momentaufnahme eines Künstlerlebens in unsicheren Zeiten – ein Manifest für den Wagemut und die Unversöhnlichkeit eines künstlerischen Subjekts, in China und darüber hinaus. Seit der Premiere 2023 in Boston tourte das Stück über 60-mal durch 12 Länder und sechs Kontinente.
Dauer/Duration: 55 Minuten/Minutes
Sprache/Language: Englisch mit deutschen Übertiteln/ English with german subtitels
Wang Chong ist der Gründer des Théâtre du Rêve Expérimental, einer in Peking ansässigen Performance-Gruppe. Er ist der chinesische Theaterregisseur mit den meisten internationalen Aufträgen: Seine Werke wurden in mehr als 20 Ländern aufgeführt und von Kritiker:innen in aller Welt gelobt. Wang Chongs Arbeiten denken klassische und zeitgenössische Literaturen radikal neu, experimentieren mit theatralen Formen und multimedialen Strategien und liefern so kritische, oft konfrontative Kommentare zur modernen chinesischen Geschichte. Zu Wang Chongs Werken gehören: „The Warfare of Landmine 2.0“, das 2013 mit dem Festival/Tokyo Award ausgezeichnet wurde; „Lu Xun“, das von der Beijing News als beste chinesische Aufführung des Jahres 2016 bezeichnet wurde; „Teahouse 2.0“, das mit dem One Drama Award The Best Little Theater Performance des Jahres 2017 ausgezeichnet wurde; und “Asiawochen”, Premiere in 2026 im Theater Heidelberg. Seit 2022 führt er ein globales Nomadenleben.
Das Gastspiel Made in China 2.0 wird gefördert von der Kunststiftung NRW.
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