FOTO: © Laurie Simmons, Room Underneath (Gold), 1998, Pigmentdruck. Courtesy: Laurie Simmons

Misogynie

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Symposium mit Kaity Fox, Keta Gavasheli, Alison M. Gingeras, Juliana Gleeson, Susanne Huber, Talia Kwartler, Christian Liclair, Tala Madani, Catherine McCormack, Lucy McKenzie, Nicole Wermers

Misogynie lässt sich „als ‚Exekutivorgan‘ einer patriarchalischen Ordnung begreifen, das die allgemeine Funktion hat, dessen herrschende Ideologie zu kontrollieren und durchzusetzen“ – so Kate Manne, Moralphilosophin und eine der Beitragenden der aktuellen Ausgabe von TEXTE ZUR KUNST. Somit ist Misogynie nicht in den Vorstellungen Einzelner begründet, sondern geht von einer Männerwelt aus, die Gesellschaftsverhältnisse grundlegend konstituiert. Während weitgehend unstrittig ist, dass es sich bei der Kunstwelt historisch um eine solche Männerwelt handelte, wird heute oft davon ausgegangen, dass die Feminismen der vergangenen Jahrzehnte Wirkung gezeigt hätten und zumindest jene Bereiche der Gegenwartskunst, die sich als links und progressiv positionieren, diesem Bild nicht mehr entsprächen. Dennoch sind weibliche und nonbinäre Künstler*innen in Ausstellungen und Sammlungen weiterhin unterrepräsentiert und am Kunstmarkt im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen weniger erfolgreich. Neben dieser materiellen Ungleichheit, offenkundiger Diskriminierung und frauenfeindlichen Äußerungen manifestieren sich misogyne Denkweisen im Kunstfeld häufig subtiler.

 

Während die TEXTE ZUR KUNST-Ausgabe „Misogynie“ den Blick auf grundlegende gesellschaftspolitische und technologische Bedingungen richtet, die den gegenwärtigen antifeministischen Backlash begünstigen, fokussiert das Symposium im n.b.k. die Fragen, wie sich der gegenwärtige feministische Backlash im Bereich der Kunst zeigt, in welchem Verhältnis er zu früheren misogynen Tendenzen und Tropen steht, und welche künstlerischen, kunsthistorischen und kuratorischen Strategien sich ihm entgegensetzen lassen. Projektionen auf und Erwartungen an den weiblichen Körper dienen als Basis für die Analyse der materiellen und medialen Bedingungen feministischer Kritik.

 

In englischer Sprache
Eintritt frei

 

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