Aleviten sind eine religiöse und kulturelle Gemeinschaft, die ihre Wurzeln in der heutigen Türkei haben. Nach Christen und Muslimen bilden sie die drittgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland. Ihre Praktiken und Überzeugungen reichen bis auf die vorchristlichen Kulturen Anatoliens und Mesopotamiens zurück und sind hierzulande weitgehend unbekannt.
In diesem Vortag wird die alevitische Sicht auf den Tod als Teil des göttlichen Kreislaufs von Werden und Vergehen behandelt. Dabei wird erläutert, dass der Tod im Alevitentum nicht als Ende, sondern als Übergang verstanden wird – die Seele kehrt zu Gott (Hak) zurück. Thematisiert werden zentrale Glaubensaspekte wie die Einheit allen Seins (Vahdet-i Vücud), das Verständnis von Wiedergeburt (Devriye), der Umgang mit Trauer und Tod im alevitischen Alltag sowie Rituale und Bräuche bei Beerdigungen. Der Fokus liegt auf dem spirituellen und gemeinschaftlichen Charakter dieser Sichtweise, die Trost und Sinn im Kreislauf des Lebens vermittelt.
Treffpunkt: Alevitische Gemeinde Düsseldorf, Am Kleinforst. 3 A, 40627 Düsseldorf
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