Ein Experiment der Compagnie Gare Centrale – Agnès Limbos, die Grande Dame des Objekttheaters, hat Kolleg*innen eingeladen. Zu einer Reihe von Forschungslaboren. Die Einladung ging an Corinne Grandjean (Théâtre de la Poudrière), Charlot Lemoine (Vélo théâtre), Denis Athimon (Bob théâtre) und Michael Vogel (Figurentheater Wilde & Vogel).
Die Idee ist, vier Duos zu schaffen: vier Versionen auf der Grundlage derselben Bühnenbildstruktur, ìn denen Agnès Limbos und ein Schauspieler oder eine Schauspielerin sich gegenüberstechen und mit Hilfe ausgewählter Objekte Geschichten erfinden. Sie alle treffen sich einzeln mit Agnès Limbos an einem langen Tisch. Solide und sehr stilvoll. – Dieser Tisch erinnert an politische Verhandlungstische, Diskussionsrunden, Bankette, Familienfeiern oder die letzte Szene, die Leonardo da Vinci gemalt hat. An einem solchen Tisch kann man sich treffen, um sich auszutauschen, Ideen zu diskutieren oder gemeinsam zu essen, Vereinbarungen zu treffen, Vertrãge zu unterzeichnen, Machtkämpfe auszutragen. Man kann sich dort auch treffen, um Möglichkeiten zu schaffen, Fragen zu stellen, sich Dinge vorzustellen, Geschichten vorzuschlagen, visuelle und poetische Installationen zu schaffen.
Immer mit dabei ist der Tänzer Samy Caffonette, der als Butler Gegenstände serviert und durchaus ins Geschehen mit eingreift und eine varierende Anzahl spontan an den Tisch gebetende Zuschauer*innen.
Im Westflüge treffen Agnès Limbos und Michael Vogel aufeinander und wagen das Experiment nach einer zweiwöchigen gemeinsamen Residenz in zwei öffentlichen Try-outs.
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