In the organizer's words:
Eine Tanzproduktion über Mut und Verletzlichkeit - poetisch, reflektierend und mit feinem Humor.
Künstlerische Leitung, Choreografie: Emi Miyoshi | In Zusammenarbeit mit dem Tänzer Johannes Blattner, Marģers Vanags | Musik: Tom Schneider (FARN Kollektiv) | Dramatur-gie: Edan Gorlicki (Interaktionen) (Inter-Actions)| Lichtkonzept: Steffen Melch
Inspiriert von Bob Dylans Moment des Zögerns während der Aufnahme von »We are the World«, öffnet »Let’s hear it for the boy« von Emi Miyoshi & Shibui Kollektiv einen Raum für männliche Verletzlichkeit. In einer Zeit, in der die Geschlechtergrenzen durchlässiger werden, während zugleich alte Rollenbilder wieder an Einfluss gewinnen, nähert sich die Freiburger Choreografin – als einzige Frau im künstlerischen Team – dem Thema bewusst von außen an. Mit neugierigem Blick und empathischer Haltung interpretiert sie nicht, sondern durchdringt – roh, direkt, unverstellt.
Im Zentrum steht der Moment des Übergangs: vom Atem zur Stimme, von Spannung zum Ausdruck, vom Jungen zum Mann. Jener fragile Augenblick, in dem Unsichtbares sichtbar und Verletzlichkeit hörbar wird. Der japanische Begriff „nodo botoke“, wörtlich „Kehl-Buddha“, macht den Adamsapfel zum poetischen Symbol für Reifung und verborgene Verwundbarkeit – dort, wo Stimme entsteht, und stockt.
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