Im 19. Jahrhundert veränderten sich die Lebensbedingungen von Juden in Sachsen grundlegend. Schrittweise wurden rechtliche Gleichstellungen erreicht, während gleichzeitig tiefgreifende kulturelle Entwicklungen das jüdische Leben prägten. Diese historischen Prozesse spiegeln sich exemplarisch in rund 120 jüdischen Biografien. Die Lebensläufe erscheinen gesammelt in einem Buch mit historischer Einleitung. Etwa 40 dieser Biografien stehen in enger Verbindung zur jüdischen Gemeinde Leipzigs, die damals stark wuchs und zu einem Zentrum jüdischen Lebens wurde. Die Vorgestellten zeigen die Vielfalt jüdischer Lebenswege in dieser Zeit. Der Abend bietet eine Einführung in das Buchprojekt sowie ein Gespräch über die Bedeutung ausgewählter Biografien mit Thomas Feist, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben und dem Historiker Lucas Böhme. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Leipziger Synagogalchor, der zwei Werke des Komponisten Salomon Jadassohn vorträgt
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