Im Verlauf des 19. Jahrhunderts veränderten sich die Lebensbedingungen von Jüdinnen und Juden in Sachsen wie auch anderswo in Deutschland grundlegend: Einerseits war es die Zeit der schrittweisen rechtlichen Gleichstellung in fast allen Lebensbereichen. Und zugleich war die Epoche von tiefgreifenden kulturellen Veränderungen im Judentum gekennzeichnet: Verbürgerlichung, Bildungsstreben, Reformen des Gottesdienstes und der Erziehung der jüdischen Jugend wurden prägend. Diese Entwicklungen werden exemplarisch sichtbar in rund 120 jüdischen Lebensläufen, die im Rahmen der ‚Sächsischen Biografie‘ zum TACHELES-Jahr neu erarbeitet und – gesammelt mitsamt einer historischen Einleitung – auch in Buchform veröffentlicht wurden. Rund 40 dieser Biografien sind eng mit der damals aufstrebenden jüdischen Gemeinde Leipzigs verbunden. Menschen aus sehr verschiedenen Herkünften, Milieus und Berufen kommen damit in den Blick.
Preisinformation:
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
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