Hara Kazuo, JP 1994, 157 min, jap. OmeU
In ›A Dedicated Life‹ porträtiert Hara mit dem Schriftsteller und Selbstdarsteller Inoue Mitsuharu erneut eine ambivalente Figur der japanischen Nachkriegsepoche.
Statt sein literarisches Werk in den Vordergrund zu stellen, interessiert Hara sich für die Konstruktion seiner Persona zwischen Lüge und Selbstmythisierung. Über drei Jahre begleitet er Inoue durch Workshops, angedeutete Affären und eine Krebserkrankung bis zu seinem Tod. Dabei verhandelt der Film das Spannungsverhältnis von Wahrheit und Fiktion nicht abstrakt, sondern über die Figur des Romanautors. Eindrucksvoll zeigt sich Haras Stilbewusstsein sowie seine Fähigkeit, mit Mitteln des narrativen Kinos und Nabeshima Juns brillanter Montage eine vielschichtige Betrachtung eines komplexen, widersprüchlichen Lebens zu entfalten, die im Vergleich zu seinen vorherigen Filmen weniger drastisch, beinahe zärtlich wirkt. Zu Gast: Hara Kazuo
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