Was bleibt, wenn ein Mensch fehlt, den man nie kennengelernt hat? Genau dieser Leerstelle widmet sich die Autorin Laurette Fekl in ihrem neuen Werk „Auf der Suche nach dem verlorenen Vater“ – einer eindringlichen literarischen Spurensuche zwischen persönlicher Geschichte und den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts.
Im Zentrum steht Christine, deren Leben von einer Abwesenheit geprägt ist: dem unbekannten Vater. Die Suche nach ihm wird zur Reise durch Zeit, Erinnerung und Herkunft – und führt schließlich nach Frankreich, wo sich überraschend familiäre Verbindungen mit armenischen Wurzeln offenbaren.
Fekl erzählt diese Geschichte nicht linear, sondern als vielschichtiges Geflecht aus Fakten und Fiktion. Es entsteht eine doppelte Familienbiografie, die individuelle Lebenswege mit historischen Umbrüchen und Katastrophen verknüpft. Gerade diese hybride Erzählweise verleiht dem Text eine besondere Intensität: Persönliches und Zeitgeschichte greifen ineinander und machen deutlich, wie sehr Identität von Herkunft, Verlust und Erinnerung geprägt ist.
Die Buchpremiere bietet die Gelegenheit, diese eindrucksvolle Geschichte erstmals live zu erleben. In ihrer Lesung wird die Autorin zentrale Passagen vorstellen und Einblicke in die Entstehung des Buches geben. Dabei entsteht Raum für Reflexion und Austausch über familiäre Brüche, das Schweigen vergangener Generationen und die Bedeutung von Herkunft in der Gegenwart.
Informationen zur Veranstaltung
Datum: Freitag, 5. Juni 2026
Uhrzeit: 19:00 – 20:30 Uhr
Ort: Nachbarschaftshaus Friedenau, Holsteinische Straße 30, 12161 Berlin
Eintritt: frei (Spenden willkommen)
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kultur-Cafés statt, einer Reihe, die Begegnung und kulturellen Austausch im Stadtteil fördert.
Alle Infos zur Veranstaltung: nbhs.de
Preisinformation:
Eintritt: frei (Spenden willkommen)
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