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Demokratie in Gefahr: Ein Abend mit Daniel Ziblatt

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die Demokratie steht unter Druck – in den Vereinigten Staaten, in Europa, weltweit. Normen werden ausgehöhlt, Institutionen geraten ins Wanken, und Prozesse, die lange als selbstverständlich galten, werden zunehmend in Frage gestellt. An ihre Stelle treten Zynismus und Korruption. In den USA verdichten sich unter Donald Trump Entwicklungen demokratischer Erosion, die sich u. a. in exekutiver Machtüberschreitung und einer zunehmend militarisierten, teils extralegalen Gewalt durch staatliche Behörden äußert. Die amerikanische Demokratie befindet sich damit in einer Phase akuter Gefährdung. Diese Entwicklung wirkt über die USA hinaus: Sie verstärkt ähnliche Dynamiken in anderen demokratischen Staaten und verleiht autokratischen Führungen sowie Bewegungen weltweit Rückenwind.

Daniel Ziblatt, einer der renommiertesten Demokratie-Forscher, spricht über die aktuellen Herausforderungen für demokratische Ordnungen. Er analysiert die zentralen Dynamiken des demokratischen Rückschritts und zeigt, welche konkreten Gefahren Liberalismus und Pluralismus heute bedrohen. 

Gleichzeitig ist das Bild nicht durchweg negativ: In entscheidenden Momenten haben sich demokratische Institutionen und Normen als widerstandsfähig erwiesen. Auch die jüngsten Parlamentswahlen in Ungarn mit der Abwahl von Viktor Orbán zeigen, dass autokratische Entwicklungen nicht zwangsläufig geradlinig verlaufen. Was können wir aus den Erfahrungen lernen, in denen sich Demokratie als stärker oder beständiger erwiesen hat? Und wie können solche Muster adaptiert werden? Entsteht daraus eine neue Form demokratischer Politik? 

Mit:

  • Daniel Ziblatt, Eaton-Professor für Politikwissenschaft an der Harvard University und Direktor des Minda de Gunzburg Center for European Studies der Harvard University.

Moderation: Joshua Yaffa, Writer-in-Residence am Bard College Berlin und Autor bei The New Yorker.

Im Anschluss an die Diskussion findet eine Fragerunde statt.

Daniel Ziblatt ist Eaton-Professor für Regierungswissenschaften an der Harvard University und Direktor des Minda de Gunzburg Center for European Studies. Zudem leitet er eine Forschungsgruppe zu Transformation und Demokratie am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB). Er ist Co-Autor des Bestsellers „How Democracies Die“ – laut The Economist „das wichtigste Buch der Trump-Ära“ – sowie von „Tyranny of the Minority“. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in der New York Times, The Atlantic, der Washington Post, der Zeit und anderen internationalen Medien.

Joshua Yaffa ist der erste Writer-in-Residence am Bard College Berlin. Er ist Autor für The New Yorker und Verfasser des Buches „Between Two Fires: Truth, Ambition, and Compromise in Putin’s Russia“, das 2021 mit dem Orwell-Preis ausgezeichnet wurde.

Eine Kooperation mit Bard College Berlin

 

 

Preisinformation:

https://calendar.boell.de/de/civi_register/164691

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