Bunte Eiskugeln, süße Säfte, laue Nächte mit ihrer Familie in Umm al-Fahem, Haifa und Jaffa: So erinnert sich Alena Jabarine an die Sommer ihrer Kindheit. Weniger als 20 Kilometer trennen das Haus ihrer Großeltern im heutigen Israel von den besetzten palästinensischen Gebieten. Als Kind spürte sie zunächst nur vage, dass eine Grenze dieses Land in zwei Welten teilt – mit tiefgreifenden Unterschieden in Rechten und Lebensrealitäten.
Anfang 2020 zog die Journalistin für mehrere Jahre von Hamburg nach Ramallah, um das zu erfahren, was jenseits ihrer Vorstellungen lag, die sie aus der Ferne und auf Besuchen entwickelt hatte: Was bleibt von den unbeschwerten Kindheitserinnerungen? Was bedeutet „Palästina“ – für die Menschen auf beiden Seiten dieser Grenzen und für ihre eigene Identität?
In ihrem Buch erzählt Alena Jabarine vom Alltag an einem Ort, über den viel gesprochen wird, den jedoch nur wenige wirklich kennen. Ihre Geschichten handeln von Gewalt und Menschlichkeit, von Verlust und Solidarität, von Geduld und Widerstand – und eröffnen eindringliche Einblicke in palästinensisches Leben, das tagtäglich fragiler erscheint.
Heute gehört Alena Jabarine zu den wenigen Palästinenser*innen, die in Deutschland öffentlich auftreten. Szenen aus ihrem Buch bringt sie derzeit auch als Lecture Performance am Berliner Ensemble auf die Bühne.
Mit:
Alena Jabarine, Journalistin und Autorin
Moderation: Layla Al-Zubaidi, Leiterin Internationale Themenreferate Heinrich-Böll-Stiftung
Link zum Buch: Der letze Himmel. Meine Suche nach Palästina
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