Im Rahmen der Retrospektive Hara Kazuo
Hara Kazuo, JP 2020, 372 min, jap. OmeU
Während sich Haras frühere Arbeiten meist mit radikalen, individuellen Außenseiterpositionen beschäftigten, befassen sich spätere wiederkehrend mit kollektiv organisiertem Widerstand.
›Minamata Mandala‹, dessen Dreharbeiten 15 Jahre in Anspruch nahmen, fokussiert eine Vielzahl von Personen und Schicksalen um die durch die Industrie herbeigeführte und nur schleichend aufgearbeitete Umweltkatastrophe in der Region Minamata. Zwischen 1932 und 1968 leitete dort die Chisso Corporation methylquecksilberhaltige Abwässer ins Meer, für die ansässige Bevölkerung führte dies zu Vergiftungen, bei denen es zu schweren neurologischen Schäden, Mutationen und Todes- fällen kam. Hara begleitet den jahrzehntelangen Kampf der Patient*innen um ihr Recht auf Opferentschädigung, erläutert Zusammenhänge und positioniert sich eindeutig: an der Seite der arbeitenden, kranken, behinderten Menschen, die gegen ein ganzes System aufzustehen wagen.
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