FOTO: © © Arnaud Dubois

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Das sagt der/die Veranstalter:in:

Dasein (Echo Tái)

Nichts scheint festzustehen; Bewegung lässt Zeit sichtbar werden. Objekte mit farbigem Wasser hängen in unterschiedlichen Höhen im Raum. Nach und nach beginnen Tropfen das Papier unter ihnen zu markieren. Eine Tänzerin bewegt sich zwischen den schwingenden Formen. Ein Dialog zwischen Körper, Material und Schwerkraft entsteht. Dabei entfaltet sich Zeit als langsamer Prozess der Veränderung. Tropfen, Spuren und Bewegungen verdichten sich zu Bildern. Ohne lineare Erzählung entsteht ein Raum des Wahrnehmens. Ruhe und Bewegung stehen in einem fragilen Gleichgewicht. Erinnerung erscheint als Spur im Material. Augen folgen dem Wandel der Oberfläche. Dauer wird als Schichtung von Momenten erfahrbar. Jede Bewegung verschiebt die Ordnung des Raumes. Unmerklich verändert sich die Atmosphäre. Spuren wachsen zu einem stillen Protokoll der Zeit. Tanz verbindet Körper, Objekt und Bild. Wasser zeichnet flüchtige Linien auf das Papier. Am Ende bleibt eine verdichtete Landschaft aus Spuren. Trotz der Stille wirkt der Prozess weiter. Chorische Bewegungen des Materials bleiben im Raum. Hier genügt es zu schauen.

Konzept: Echo Tái // Tanz: Ching-Mei Huang Bühnenbild / I-Chu Lin // Sounddesign: Nina Koncic / goodweib // Fotos: Karl-F.Degenhardt & Anastassiya Ponomaryova // Dauer: 30 Minuten // Förderung: Gefördert durch Stadt Essen Kulturamt

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SMELL (Aline Braun)

Du siehst. Du hörst. Du schmeckst. Ja, du siehst das Stück. Du hörst die Musik. Du probierst die Getränke bei der Premiere. Aber riechst du auch? In der Welt des Theaters verlassen wir uns fast ausschließlich auf Sehen und Hören und lassen einige unserer stärksten Sinne ungenutzt. Der Geruchssinn, der am engsten mit Erinnerungen und Emotionen verknüpft ist, fehlt auf der Bühne, obwohl er die Macht hat, das Publikum mehr in eine Welt hineinzuziehen als jedes Bühnenbild oder jede Partitur. Der Geruchssinn weckt Assoziationen, schafft Atmosphäre und regt die Vorstellungskraft und das Nachdenken auf eine Weise an, wie es Worte und Bilder allein oft nicht können. SMELL ist ein zweiteiliges zeitgenössisches Tanzstück, das die Dualität des Duftes erforscht, seine Macht, zu verführen, und seine Fähigkeit, abzustoßen. In einer farbenfrohen und von der Popmusik inspirierten Ästhetik bewegen sich zwei Frauen im Spannungsfeld zwischen Duft und Schmutz, zwischen dem, was in der Erinnerung bleibt, und dem, was die Gesellschaft lieber vergessen möchte.

Konzept und Choreografie: Aline Braun // Tanz und Mitgestaltung: Tullia Francischiello, Mariane Verbecq // Gefördert durch: Stadt Essen Kulturamt // Lichtdesign, Fotos und Videos: Arnaud Dubois // Dauer: 45 Minuten // Förderer: Stadt Essen Kulturamt

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somebody@maschinenhaus 26 ist ein Projekt der IG Tanz Essen, koproduziert mit dem Maschinenhaus Essen im Rahmen der Mittelzentren Förderung Tanz und Performance und gefördert durch die Allbaustiftung Essen.

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