10. Tegeler Geschichts-Sonntage:
Wladimir Lindenberg wuchs sorglos auf einem russischen Gutshof mit zahlreicher Dienerschaft auf – in der Nähe von Moskau. Der vertrauens- und liebevolle Umgang seiner Mutter blieb ihm lebenslang ein Vorbild, sogar Reisen unternahm er mit ihr bis nach Indien, Japan und Deutschland. Seinem (Stief-) Vater wünschte er, dass ihn das Krokodil frisst. Er bestärkte seine Mutter darin, sich von ihrem Mann zu trennen. Erst spät erfuhr er, wer sein wirklicher Vater war: Alexander Fürst Tschelischtschew. Als der Krieg begann, wurde Karl Lindenberg in der Steppe interniert. Bald darauf kehrte sein wirklicher Vater zur Familie zurück. Mit der Revolution brach Wladimirs Welt zusammen.
Er kämpfte auf einer Barrikade gegen die Roten, obwohl er als gläubiger Christ niemanden töten wollte. Seiner eigenen Hinrichtung entging er nur knapp. Der zurückgekehrte Stiefvater nahm ihn mit nach Deutschland und rettete ihn so vor erneuter Verhaftung; sein Vater Alexander floh in die Ukraine."
Claudia Johanna Bauer, arbeitet seit 2000 in Berlin als Autorin, Dozentin und Literaturcoach. Sie leitet verschiedene Literaturprojekte und betreut die Lesereihe „Lesezeichen“.
Meinhard Schröder entwickelt und organisiert seit 2013 den jährlichen Tegeler Geschichts-Sonntag mit vielen Beiträgen zur Ortsgeschichte.
Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tegel (gwt).
Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Reinickendorf.
Preisinformation:
Eintritt: 6€ / ermäßigt 4€
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