Das Völkerschlachtdenkmal ist Europas größter Denkmalsbau und das Wahrzeichen der Stadt und Region Leipzig. 1913 zur Hundertjahrfeier der Völkerschlacht eingeweiht, stand es neben der Erinnerung an die Napoleonzeit und die Befreiungskriege 1813 – 1815 zugleich für die nationale Mobilisierung am Vorabend des Ersten Weltkrieges und wurde in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts und auch von völkischen Extremisten immer wieder für propagandistische Zwecke missbraucht. Nach der auf einen wegweisenden Stadtratsbeschluss folgenden sowie mit erheblichem bürgerschaftlichen Engagement verbundenen Sanierung und Modernisierung des in den 1980er Jahren rußschwarz gewordenen Kolosses dient das Denkmal heute als Ankerpunkt der demokratischen Erinnerung an Krieg und Befreiung in der Leipziger Geschichte.
Der Vortrag von Dr. Anselm Hartinger zeichnet die wechselvolle Geschichte des Völkerschlachtdenkmals zwischen nationaler Instrumentalisierung und Missbrauch nach und zeigt, wie es heute als demokratischer Erinnerungsort neu positioniert ist.
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