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Traces of ,Moors' – Musik- und Tanzfestival – Tag 1

Das sagt der/die Veranstalter:in:

München bekommt ein Festival, das musikalische Geschichte neu hörbar macht.

Mit TRACES OF ‘MOORS’ – Maurische Spuren feiert das transkulturelle Ensemble JISR sein zehnjähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 2016 verbindet das Kollektiv unter der künstlerischen Leitung von Mohcine Ramdan musikalische Praxis mit gesellschaftlicher Reflexion und schlägt Brücken zwischen Nordafrika, Europa und der globalen Diaspora.

2 Tage | Konzerte | Tanz | Panel Talks | Workshops | Film

Programm I TAG 1

19:00 – Open Space Performance

Münchner Moriskentänzer × Jil Gnawa

Der Auftakt des Festivals führt direkt in das historische Motiv von Traces of ‘Moors’. Die Münchner Moriskentänzer – deren berühmte Figuren der Bildhauer Erasmus Grasser im 15. Jahrhundert für das Alte Rathaus schuf – begegnen der lebendigen musikalischen Tradition der Gnawa aus Marokko.

Was einst als Projektion des „Fremden“ auf europäischen Bühnen erschien, trifft hier auf reale musikalische Gegenwart. Die rekonstruierten Tänze der Moriska treten in Dialog mit den pulsierenden Rhythmen der Gnawa. So entsteht eine Performance, in der Geschichte, Ritual und Gegenwart miteinander verschmelzen und die Frage nach kulturellen Begegnungen neu gestellt wird.

20:00 – Konzert

Jil Gnawa

Die Gnawa-Musik gehört zu den faszinierendsten spirituellen Traditionen Nordafrikas. Ihre Ursprünge liegen in westafrikanischen Kulturen und in der mystischen Praxis des Maghreb. Charakteristisch sind die tiefen Basslinien der Gembri, das metallische Spiel der Qraqeb und ein responsorialer Gesang, der in repetitiven Rhythmen eine tranceartige Atmosphäre entstehen lässt.

Das Ensemble Jil Gnawa, gegründet vom Maâlem Moulay Mohamed Khabba, bringt diese Tradition auf internationale Bühnen. Ihre Musik verbindet rituelle Energie mit der Offenheit moderner Konzertformate – ein intensiver Klangraum zwischen Spiritualität, Rhythmus und musikalischer Ekstase.

21:00 – Jubiläumskonzert

JISR Large Ensemble

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 versteht sich das Münchner Ensemble JISR // BRÜCKE als musikalischer Begegnungsraum zwischen verschiedenen Kulturen. Musiker*innen aus Europa, Nordafrika und anderen Regionen entwickeln gemeinsam eine Klangsprache, in der Tradition und Improvisation gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Zum zehnjährigen Jubiläum erweitert sich JISR zu einem großen Ensemble. Die Musik bewegt sich zwischen nordafrikanischen Rhythmen, Jazz-Improvisation und zeitgenössischen Kompositionen. Die zyklischen Bassfiguren der Gnawa bilden dabei oft den pulsierenden Kern, um den sich melodische Linien und freie Improvisationen entfalten. Ein Konzert über Begegnung, Austausch und die Kraft gemeinsamer musikalischer Räume.

21:45 – Konzert

JISR × Jil Gnawa

Zum Abschluss des ersten Festivalabends treffen zwei musikalische Welten direkt aufeinander: das transkulturelle Ensemble JISR und die rituelle Energie der Gnawa-Musik.

Hier entsteht kein einfaches Crossover, sondern ein musikalischer Dialog. Die hypnotischen Rhythmen der Gnawa verbinden sich mit Jazz-Improvisation, modernen Klangfarben und spontanen musikalischen Begegnungen. Traditionelle Formen werden nicht nur zitiert, sondern weitergeführt – ein gemeinsamer Klangraum zwischen Ritual, Groove und zeitgenössischer Musikpraxis.

Location

Location | Venue

FatCat am Gasteig Venue

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